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Frettcheneinzug 1.Teil

Meggy und Wilma sind eingezogen

Am 12.Juni 2010 war es nun endlich soweit und die Frettchendamen Meggy und Wilma zogen auf der Knirpsenfarm ein.

Da noch keine zeit war, die neue Behausung am Bauernhaus ausbruchsicher und artgerecht umzubauen, brachten die ehemaligen Besitzer ihr derzeitiges "Wohnhäuschen" mit und wir bauten es gemeinsam zusammen.

lauter Einzelteile

Meggy und Wilma warteten derweil geduldig, dass wir endlich fertig würden.

warten... warten... warten...

Als die Behausung aufgebaut war, wurde die Wohnung noch eingerichtet und die Damen konnten einziehen.

Meggy und Wilma erkundeten dann in aller Ruhe ihr "alte" Behausung in "neuer" Umgebung und es dauerte nicht lange, dann hatten sie sich satt gefuttert und etwas kühles Wasser genascht und gingen schlafen!

Jetzt folgen noch einige Fotos, die wir nach dem Einzug gemacht haben.

Bereits kurz nach ihrem Einzug stellten wir fest, dass Wilma und Meggy sich häufig kratzten und so stellten wir sie bereits am Montag, den 14.Juni 2010, beim Tierarzt vor.

Eine schwerwiegende Diagnose traf uns wie ein Schlag! Bei der sowieso schwächer wirkenden Wilma wurden zwei große Tumore im Unterleib und eine starke Erblindung festgestellt. Daher rührte auch ihre größere Unsicherheit beim Klettern und ihr Schwächeln.

Bereits am Dienstag beschloss unser Tierarzt kurzerhand, Wilma muss sofort notoperiert werden! Es kamen bange Stunden auf uns zu, denn ein Frettchen, was eh schon schwächelt, in Narkose zu versetzen, ist keine ungefährliche Sache.

Nach einer halben Stunde hatte Wilma das Schlimmste überstanden. Und sie hatte Glück im Unglück, denn die Tumore befanden sich an den Eierstöcken und nicht an lebenswichtigen Organen, wie Niere oder Darm. Die Eierstöcke wurden komplett entfernt und somit ist Wilma nun auch kastriert, was wir sowieso vor hatten, nur nicht in diesem Eiltempo.

Ihre erste Nacht nach der OP verbrachte Wilma bei unserer Tierpflegerin Manu Zuhause, denn sie war sehr schwach auf den Beinen und musste dringend überwacht werden. Wasser und frische Hühnerbrühe nahm sie dankbar zu sich, jedoch zog sie sich anschließend immer sofort zum Schlafen zurück.

Seit Donnerstag, den 17.6.2010, geht Wilmas gesundheitlicher Zustand endlich bergauf, worüber wir uns wirklich sehr freuen. Und daran ist garantiert sowohl unsere, als auch die liebevolle Fürsorge ihrer Freundin Meggy nicht ganz unschuldig.

Am Dienstag begannen ja nebenher bereits die Umbauarbeiten in ihrem künftigen Gehege und zu allem Unglück ging leider am Donnerstag auch noch ihr alter Stall komplett kaputt, so dass wir nun noch mehr mit dem Umbau ihres Geheges ranklotzen mussten, damit sie schneller umziehen könnten.

So musste eine Decke mit Rigips eingezogen und anschließend verspachtelt werden, Wände mit Holz verkleidet und ein Betonabsatz gebaut und ein neuer Anstrich vorgenommen werden.


 

Am Freitag, den 18.06.2010, sind die zwei Mädels in ihr künftiges Gehege umgezogen. Vorerst ist zwar alles nur provisorisch eingerichtet, aber auf jeden Fall können Meggy und Wilma nicht ausbrechen, soweit haben wir alles abgesichert (hoffentlich).

Mit 5 Karren Kies wurde der Boden aufgefüllt, denn sie buddeln für ihr Leben gern.

Natürlich haben sie ihr neues Heim ausgiebig erkundet und durchforstet. Sie waren anfangs sehr aufgeregt, denn alles roch neu. Für Wilma, die ja so gut wie blind ist, war es natürlich mit der neuen Orientierung am schwierigsten. Aber ganz sicher wird sie sich bald zurecht finden.

Nächste Woche beginnen wir dann noch eine Schleuse einzubauen, da Frettchen doch sehr neugierig und wuselig sind und viel zu schnell mal beim Öffnen oder Schließen der Gehegetüre mit rausschlüpfen könnten.
Ebenso werden diverse Innengestaltungen vorgenommen, so dass nach und nach ihr Zuhause vervollkommnet wird.

 

Am Sonntag, den 20.Juni 2010, machten wir mit Wilma und Meggy ihren ersten größeren Ausflug, es ging direkt zum großen Sandspielplatz auf dem Schulhof.

Die extra gekauften Frettchen-Geschirre wurden angepasst, damit die kleinen Schlawiner nicht versehentlich ausbüchsen konnten und dann ging es auch schon los.

Mit aufgebauschtem Puschelschwanz, der von Aufregung zeugte, war Meggy natürlich besonders agil unterwegs. In Windeseile versuchte sie den Sandkasten zu erforschen und bereits nach kurzer Zeit fing sie an zu buddeln.

Wilma indess genoss eher die Sonne und verweilte lieber in Menschennähe. Also setzten wir uns zu den Kleinen und machten eine gemeinsame Sonnenpause.

 

Nach etwa einer Viertelstunde begaben wir uns wieder zurück in ihr Gehege. Dort wurde umgehend das Buffet gestürmt, ein wenig herum gewuselt und danach ging es wieder zurück ins heimische Kuschelbett, schließlich ist so ein Ausflug nicht nur aufregend, sondern auch anstrengend.