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Schafschurtag

Schafschurtage am 15. und 21.April 2009

der 15.April 2009

Am 15. April 2009 hatten wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen.
Skudde Paula sollte unser erstes Schaf sein, welches wir mit der neuen Schafschermaschine scheren wollten.
Lidia und Susanne, zwei ehemalige Mitarbeiterinnen, hatten sich extra zu diesem Ereignis angeboten, uns dabei zu helfen.

Nachdem alle Ställe gereinigt waren, machten wir uns auf den Weg zum Sportplatz und schnappten uns die Oma Paula. Und schon konnte es losgehen auf dem hergerichteten Friseur-Arbeitsplatz.

Probe-Schaf Paula schaute ganz ungläubig umher, aber verhielt sich wirklich sehr lieb, trotz der Geräusche der Schermaschine.

Wie ich schon erwähnt habe, ist Paula das erste Schaf, welches wir selber mit einer Schermaschine nackig gemacht haben und ich muss sagen: ich hatte schon ein wenig Bammel davor.

Mit dem Ergebnis bin ich auch nicht wirklich zufrieden, aber ein schönes Schaf bleibt ein schönes Schaf, auch wenn der Friseur ein schlechter Friseur ist.

Zurück auf dem Sportplatz wurde sie von den anderen Schafen sehr argwöhnisch betrachtet und es hat eine Weile gedauert, bis sie wieder aufgenommen wurde in der Herde.
Ich kann nur sagen: Jungs, freut euch nicht zu früh, denn am 21.April 2009 seit ihr Beide dran.

Fazit ist, das ich bestimmt 100 Schafe scheren muss, bis ich sagen kann:ich kann mit der Schermaschine Schafe scheren!

Paulas Schur am 15.April 2009

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der 21.April 2009

Am 21.April 2009 hatten wir die versprochene Schafschur von Paul und Knut.

Die beiden Jungs haben morgens ziemlich komisch geschaut, als sie und und die anderen 2 Schafe, Paula und Charly, im Stall bleiben mussten.

Zum Bauernhoftag angemeldet hatte sich die Klasse 5a und pünktlich um 9.30 Uhr kamen sie auf dem Bauernhof an.
Eine kurze Einteilung der Arbeitsbereiche und dann musste als Erster Knut zum Schafschurplatz.

Alle anderen Kinder durften natürlich jederzeit ihre Arbeit unterbrechen, um bei dem Spektakel zuzuschauen.
Sophia und Tim haben abwechselnd Schaf Knut gehalten und ihm immer wieder gut zugeredet.
Knut hat sehr schöne Wolle und so ging die Schafschur sehr flott voran. Nach nicht mal einer Stunde stand der Schafbock glatt geschoren vor uns.

Bei Paul versammelten sich noch mehr Kinder um uns herum und wollten zuschauen.
Sogar unser Schuldirektor Herr Barthl kam heraus und nahm die Schafschurschere mutig in die Hand, um die Wolle einmal selber runter zu scheren.

Leider hat die Schur bei Paul dann doch etwas länger gedauert, aber auch er läuft jetzt in seinem Sommerlook auf der Weide
herum.
Da Paula und Paul etwas zerrupft aussehen, haben wir beschlossen, in ca. 4 Wochen die Beiden noch einmal nachzuscheren.

Vielleicht gibt es dann noch einmal neue Fotos.

21.April 2009 - Knut und Paul werden geschoren

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Schafschurtag(e) am 17./18. April 2008

Am 17. April 2008 sollte, wie in jedem Jahr bereits zur Tradition geworden, unser Schafschurtag stattfinden.

Hierfür veranstalten die Tierpfleger, Lehrer und Erzieher gemeinsam mit den Kindern ein kleines Fest mit einem riesen Buffet auf dem Sportplatz. Nebenbei können die Kinder die verschiedensten Stationen zum Thema: "vom Schaf zur Wolle" besuchen, dort basteln und wettstreiten.

Das Highlight des Tages stellt dann die Schur der Schafe dar, worauf sich die Kinder immer besonders freuen.

Doch ging in diesem Jahr einiges gehörig schief.
Nicht nur das Wetter ließ uns arg im Stich, denn es goss wie aus Kübeln.

Auch der zugesagte Schäfer konnte nicht kommen.
So wurde das Buffet im Schulhaus aufgebaut und die Schafe behielten ersteinmal ihre dicke Mähne.

 

überall Wolle

Nun war aber der Tag nicht ganz umsonst für die Kinder.

Überall im Schulhaus konnten sie tolle Stationen rund um die Schafswolle besuchen.

Zuerst eine kurzer Erklärung: Die Wolle wird nach dem Scheren gewaschen, um Dreck und Staub zu entfernen. Das Wollfett allerdings bleibt erhalten. Beim Kardieren oder Kämmen werden Disteln, Kletten, Hautschuppen oder andere Verunreinigungen aus der Wolle mit den sogenannten Karden entfernt. Der anschließende Spinnvorgang wird erheblich erleichert, weil die Wolle wesentlich lockerer wird.

Wir hatten Frauen der AG Spinnen zu Besuch, die ihre Spinnräder und sonstiges Zubehör mitgebracht hatten.
Bei ihnen wurde rohe oder bereits gekämmte Schafswolle zuerst einmal gesponnen, danach wurde sie auf eine Schirmhaspel als Lage gewickelt.

Aufgewickelt lässt sich die künftige Strickwolle besser waschen und färben, um nicht so kratzig zu sein. Danach wurde die fertige Wolle mit einer Art Wickelmaschine zu einem Knäuel aufgewickelt.

 

bei den Spinnerinnen

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alles Wolle oder was?

Weiterhin konnten die Kinder Wolle selbst einfärben, Teppiche weben, Schafe mit Kreuzstich sticken und kleine Schafe auf Papier kleben.

Weiterhin gab es einen interessanten Melkwettbewerb. Wer melkt in einer bestimmten Zeit die meiste Milch?
Als Euter wurden Haushaltshandschuhe gefüllt mit Milch benutzt... danach musste der Klassenraum bestimmt gründlich geputzt werden.

Nachfolgend seht ihr noch weitere Fotos.

 
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endlich dann die Schafschur

Am darauf folgenden Tag, dem 18. April, zeigte sich gnädiger Weise endlich mal die Sonne und die Tierpfleger überlegten, wie und wann sie die Schafe von ihrer Wolle befreien könnten.

Am Nachmittag ging es dann los.

Die weibliche Skudde hatte als erste das Vergnügen, da sie auch die Kleinste unter den 3 Schafen ist.

Unsere Tierpflegerinnen Manuela und Lidia nahmen die Sache selbst in die Hand. Bewaffnet mit Scheren machten sie sich gemeinsam ans Werk, damit die Schur eines Schafes auch nicht so lange dauerte.

Ca. eine dreiviertel Stunde später und unsere Tierpflegerinnen um einige Rücken- und Armschmerzen reicher, war das Werk vollbracht, das erste Schaf war nackig.

Und so erging es dann auch den anderen beiden Herren. Einer nach dem anderen musste zum "Friseur".

 

Also den Schönheitswettbewerb werden unsere Skudden nicht gewinnen,
aber darauf kommt es ja auch nicht an.

Sie haben die Schafschur ohne Streß überwunden und der warme Sommer kann kommen, die Skudden werden jedenfalls nicht sehr schwitzen.

 
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